Langendorf verspielt wichtige Punkte

SV Grün-Weiß Weißenfels - SV Eintracht Profen 2:3

Nach den bitteren Niederlagen in Freyburg und im Pokal gegen Rot-Weiß Weißenfels haben die Kicker des SV Grün-Weiß Langendorf erneut eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Sie verloren auf heimischem Platz mit 2:3 (1:1) gegen den SV Eintracht Profen, nachdem sie zuvor noch bis zur 73. Minute durch zwei Tore von Marco Simon in Führung lagen und alles nach einem Punktgewinn, wenn nicht sogar nach Heimsieg aussah.

Grün-Weiß begann mit Marco Simon auf der linken Außenbahn, der in dieser Saison berufsbedingt sein erstes Pflichtspiel absolvierte und sehr viel Schwung in das Offensivspiel der Langendorfer brachte. Mit seinem Zug zum gegenerischen Tor und seiner Effektivität im Abschluss sorgte er für beide Langendorfer Tore an diesem Nachmittag. Doch zunächst gerieten die Grün-Weißen bereits nach 4 Minuten in Rückstand, als sich ein Profener auf der linken Abwehrseite bis an die Grundlinie durchsetzen konnte und den Ball scharf an die Strafraumgrenze zurück spielte. Dort kam ein Spieler der Gäste aus dem Rückraum frei zum Schuss und ließ dem Langendorfer Torhüter Carsten Buchheim keine Chance. Doch die Führung der Gäste hielt nicht lange. In der 7. Spielminute hatte Max Schnürer im Profener Strafraum ein gutes Auge für den links mitgelaufenen Marco Simon, der den Ball nur noch ins kurze Eck schieben brauchte. Fortan entwickelte sich ein munteres Spiel mit Feld- und Chancenvorteilen für die Gäste, doch die Grün-Weißen gingen dank einer wieder einmal äußerst engagierten Mannschaftsleistung mit einem nicht unverdienten 1:1 in die Pause.

Kurz nach der Pause, in der 47. Minute, war es erneut Marco Simon, der die erste Gelegenheit der zweiten Hälfte eiskalt zur etwas überraschenden 2:1-Führung für die Langendorfer nutzte. Nach einem langen Abschlag des Langendorfer Keepers schätzte der letzte Mann der Profener Verteidigung den Ball falsch ein. Marco Simon profitierte von diesem Schnitzer der Gästeabwehr. Er erlief sich den Ball noch vor dem Gästekeeper und versenkte das Leder am herauslaufenden Schlussmann flach vorbei in die Maschen. Die Gäste erhöhten fortan ihr Tempo und drückten die Grün-Weißen in die eigene Hälfte, doch lange Zeit ohne wirklich zwingende Torgelegenheiten. Als sich bei den Gastgebern langsam die Gewissheit durchsetzte, dass in diesem Spiel drei Punkte nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich waren, konnten die Profener die Verwirrung in der Langendorfer Defensive in der 73. Minute nach einem Standard aus dem Halbfeld zum Ausgleich nutzen. Die Grün-Weißen konnten den hohen Ball in den Strafraum mehrmals nicht entscheidend klären, was ein Gästespieler an der Strafraumgrenze ausnutzte, indem er den Ball verdeckt vorbei am Langendorfer Torhüter Carsten Buchheim in die Maschen drosch.

Die Gäste witterten nun Morgenluft und pressten weiter. Die Langendorfer schafften es kaum noch, für Entlastung nach vorn zu sorgen. Kurze Zeit nach dem 2:2, in der 78. Spielminute, hatten die Gäste im Mittelfeld zu viel Raum, den sie mit einem tiefen Pass in die Schnittstelle der Langendorfer Abwehr gut ausspielten. Dort enteilte ein Profener Stürmer seinem Langendorfer Gegenspieler, erlief sich den Ball und tauchte vor dem Schlussmann der Gäste auf. Der Profener schien den Ball nicht optimal zu treffen, aber eine Rasenkante half ihm dabei, das Leder ins lange untere Eck zu versenken, nachdem er durch den erwähnten Platzfehler über das ausgestreckte Bein des Langendorfer Keepers ins Tor huschte. Die Gastgeber wirkten jetzt mental angeschlagen und körperlich nicht mehr in der Lage, sich noch einmal aufzubäumen und so blieb es am Ende beim 2:3 für die Eintracht aus Profen.

Aus Langendorfer Sicht am Ende wieder einmal eine mehr als bittere Niederlage, sah es doch lange Zeit tatsächlich aus, als könnten die Grün-Weißen in diesem Spiel mindestens einen Punkt holen. Wieder waren es am Ende späte Unaufmerksamkeiten in der Defensive der Grün-Weißen, die der Gegner eiskalt nutzte, um sich die Punkte auf seinem Konto zu sichern. Mit zunehmender Spieldauer machten sich auch erneut konditionelle Defizite bemerkbar, die darin resultierten, dass die Langendorfer ihr Mittelfeld mit zunehmender Spieldauer den Gästen überlassen mussten, da ihr Umkehrspiel nicht mehr funktionierte.

Grün-Weiß spielte mit: Buchheim - Zimmermann - Solty - Riel (56. Linke) - Czepluch - Ertel - Benndorf - Schnürer - Simon (66. Hüfner) - Fekl - Schröder (75. Trenkler)