Fussballer in Kreisoberliga nach Debakel weiter auf Talfahrt

SV Hohenmölsen - SV Grün-Weiß Langendorf 7:1

Die Fussballer des Kreisoberligateams des SV Grün-Weiß Langendorf haben am heutigen Samstag nach einem 1:7-Debakel beim bisherigen Tabellenletzten SV Hohenmölsen die unrühmliche "rote Laterne" übernehmen müssen. Katastrophale Defensivarbeit in allen Mannschaftsteilen, Ineffizienz vor dem gegenerischen Tor, mangelnde gedankliche Schnelligkeit, konditionelle Defizite, langsames Umkehrspiel und individuelle Fehler führten u.a. zu diesem desaströsen Ergebnis. Den Anschlusstreffer beim Stand von 0:6 erzielte Erik Halt für die Langendorfer.

Die Grün-Weißen hatten sich im Vorfeld dieses Sech-Punkte-Spiels viel vorgenommen und wollten unter allen Umständen einen Sieg beim bisherigen Tabellenletzten aus Hohenmölsen einfahren, um ihre Talfahrt zu stoppen und den Anschluss an die sicheren Tabellenplätze nicht zu verlieren. Nach der Langzeitverletzung von Kapitän Jan Benndorf setzte es jedoch bereits im Laufe der vorangehenden Woche die nächste Hiobsbotschaft. Stefan Löper musste wegen einer Unterschenkelverletzung operiert werden und fällt damit vermutlich auch längere Zeit aus. Dafür meldete sich Erik Halt nach berufsbedingter Abwesenheit im Aufgebot zurück.

Die Hoffnungen der Langendorfer auf einen Befreiungsschlag wurden jedoch schon sehr früh im Spiel getrübt. Bereits in der 2. Spielminute versenkten die Hohenmölsener den Ball aus abseitsverdächtiger Position chancenlos für Keeper Andy Mildner im Gästenetz. Die Grün-Weißen zeigten sich aber von dieser kalten Dusche unbeeindruckt und fanden besser ins Spiel. Der nächste Schock liess jedoch nicht lange auf sich warten. Nach 7 Minuten erhöhten die Gastgeber durch einen Volleyschuss aus 20 Metern unhaltbar ins linke untere Eck auf 0:2. Die Langendorfer steckten trotz dieses Schocks allerdings nicht auf und erspielten sich in den folgenden 30 Minuten klare Feld- und Chancenvorteile, die nicht in Zählbares umgesetzt werden konnten. Kurz vor der Pause erhöhten die Gastgeber nach desolater Defensivarbeit aller Mannschaftsteile auf 0:3 und 0:4. Besonders augenfällig wurde dabei die fehlende spielerische und läuferische Qualität im Mittelfeld. Auch gedanklich schienen die Hohenmölsener nun mehr auf der Höhe zu sein, sodass sie in Zweikämpfen oftmals frischer wirkten und einen Schritt eher an den Ball kamen.

Viel war nicht mehr übrig von der Hoffnung auf einen Dreier, als es in die zweite Hälfte ging. Zwingende Aktionen vor dem Gehäuse der Gastgeber, wie es sie noch in der ersten Hälfte gab, blieben nun größtenteils aus. Dazu machten die Gastgeber einen konditionell und körperlich nach wie vor zu frischen Eindruck, um gegen die läuferisch abbauende Gästeelf noch einmal ins Wanken geraten zu können. Als nicht gerade hilfreich für diese Konstellation stellte sich zudem der Platzverweis von Norman Ertel in der Mitte der zweiten Halbzeit heraus, der nach einem groben Foulspiel im Mittelfeld glattes Rot sah. Wenn es bis dahin überhaupt noch Zweifel an der Dominanz der Hohenmölsener über das Mittelfeld gegeben hat, so übernahmen die Gastgeber von nun an endgültig die Kontrolle über das Zentrum und damit über das Spielgeschehen. So schienen die lange nicht mehr spielentscheidenden Tore zum 0:5 und 0:6 in den Spielminuten 57 bzw. 81 nur eine Frage der Zeit zu sein. Symbolisch für dieses Spiel der Langendorfer nicht zuletzt auch der Anschlusstreffer in der 86. Minute zum 1:6 durch Erik Halt, der nach einem Weitschuss aus 25 Metern Glück hatte, als dem Torhüter der Gastgeber der Ball durch die Hände ins Netz rutschte. Zwei Minuten vor Abpfiff machten die Hohenmölsener mit dem Treffer zum 1:7 schlussendlich das Debakel für die Grün-Weißen perfekt.

Nach bereits zuletzt 5 Niederlagen - teilweise auch schon recht hoch - in Folge ist damit der vorläufige Tiefpunkt für unser Kreisoberligateam erreicht. Augenscheinlich scheint es momentan kaum Aspekte zu geben, die auf ein rasches Ende dieser Talfahrt hoffen lassen, zumal es weniger an der Einstellung der Mannschaft zu liegen scheint. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass es eine generelle Frage der Qualität in der Mannschaft zu sein scheint, die für das Abrutschen der Grün-Weißen auf den letzten Tabellenplatz der Kreisoberliga und das bisherige Ausbleiben einer Kehrtwende verantwortlich ist.

Grün-Weiß spielte mit: Mildner - Zimmermann - Linke - Solty - Czepluch - Ertel - Halt - Simon (46. Hüfner) - Schnürer - Göhring (68. Kern) - Schröder (83. Riel)