Nachlese zum Deuben-Spiel am 08.03.14

Kein Start nach Maß in die Rückrunde

Die Langendorfer Kreisliga-Fussballer haben den Rückrundenauftakt auf heimischem Untergrund gegen den Tabellenführer aus Deuben mit 2:5 Toren verloren.

Im Kader standen 17 Akteure, darunter mit Riel und Peter zwei Grün-Weiße in der Startelf, die seit September kein Pflichtspiel mehr bestritten hatten. Lediglich Zimmermann (Arbeit), Kern (Verletzung) und Tillmann (noch nicht spielberechtigt) fehlten dem Team um Kapitän Sommerfeld. Auch fehlte mit Carsten Buchheim Langendorfs torgefährlichster Mann der Hinrunde, der die komplette 2. Halbserie aus beruflichen Gründen in New York verbringen wird. 5 Wochen Vorbereitung mit einer zufriedenstellenden Trainingsresonanz, inklusive zum Teil ansprechender Testspielauftritte hatten bei Trainer und Spielern vor dem Anpfiff eine gesunde Anspannung entstehen lassen, gepaart mit der Hoffnung auf Punktezuwachs. Doch daraus wurde nichts, die Gäste kassierten den 3er und diesen auch verdient.

Beide Mannschaften begannen mit großem Einsatz und Willen. Der Gastgeber erhoffte sich vor allem über die linke Seite mit Schnürer und Hüfner gefährliche Offensivaktionen. Die ersten Minuten bestätigten dies auch, allerdings waren die Gäste nicht willig, dabei tatenlos zuzuschauen und hatten besonders in der ersten Halbzeit auch ein spürbares Übergewicht an Foulspielen. Für die Gastgeber sprang lediglich eine Halbchance in der Anfangsphase heraus. Der scharf getretene Eckball von Schnürer pfiff ohne Kontakt durch den 16er der Deubener. Auf der anderen Seite gab es in zentraler Position einen zurecht gepfiffenen Freistoß aufgrund gefährlichen Spiels und die frühe Gästeführung. Den 18m-Flachschuss von Riemschneider konnte Händler nur nach vorn abwehren. Deubens Rose schaltete am schnellsten und versenkte den Rebound im Netz. Eine Schockwirkung war nicht zu spüren. Dennoch ließ der nächste Schnitzer nicht lange auf sich warten. Im Bemühen, den Ball spielerisch in die gegnerische Hälfte zu befördern, kassierte man nach Ballverlust mit Kanolds Pass auf den pfeilschnellen Bergner nach nur 15 Minuten bereits das 0:2. Mit diesem Doppelschlag hatte der Spitzenreiter in der Folgezeit klare Vorteile, auch wenn der Gastgeber zu keiner Zeit bereit war, das Match bereits abzuschenken. Aber es kam noch dicker. Erneut wurde die Langendorfer Defensive durch die Mitte ausgehebelt und Riemschneider vollstreckte zum 0:3 in der 24. Minute. Zwei weitere dicke Torgelegenheiten ließen die Gäste ungenutzt, bevor es Hüfner in der 41. Minute gelang, mit einer guten Einzelleistung und starkem Torabschluss den 1:3-Hoffnungsschimmer kurz vor dem Halbzeitpfiff zu erzielen.

Taktische Vorgabe für die zweite Dreiviertelstunde war es, zunächst den Anschlusstreffer zu erzielen, allerdings bis zur 70. Minute noch nicht mit dem allerletzten Risiko, denn die Gefahr weitere Gegentreffer zu bekommen, schien nicht unwahrscheinlich. Es war zwar keine Drangperiode, die jetzt Torchancen aus dem Spiel heraus produzierte, aber 4 Eckstöße und ein Freistoß von Linke boten den Grün-Weißen bis zur 60. Minute zahlreiche Möglichkeiten per Standard, um die Gäste mit dem Anschlusstreffer zu kitzeln. Schnürers Kopfball, am langen Pfosten vorbei, war jedoch zu wenig, um ernsthaft ins Spiel zurückzufinden. Der Knockout folgte in der 65. Minute. Erneut bewieß Bergner mehr Entschlossenheit als die Grün-Weißen im Strafraum, als er den Ball aus kurzer Distanz zum 1:4 einschoss. Auch wenn die Entscheidung gefallen war, die Gastgeber ließen sich nicht hängen und wollten die Resultatsverbesserung. Nach Foul an Schnürer verwandelte Hüfner den fälligen Strafstoss zum 2:4 in der 83. Minute. Mit dem Willen, noch den dritten Treffer zu markieren, versuchten die Jungs alles, aber aus eigenem Einwurf am Gästestrafraum entstand nur wenige Sekunden später der 2:5-Endstand. Torschütze war wieder Bergner.
 
Fazit: Spielerisch und kämpferisch hatte man gegenüber den Gästen keine Nachteile, allerdings gingen den 5 Deubener Toren krasse individuelle Fehler voraus, die die Schwarz-Gelben sehr gut auszunutzen verstanden. Schiri Petschick war ein guter Leiter, allerdings wären Gästetacklings im Spielverlauf wohl wesentlich seltener gewesen, wenn die erste gelbe Karte für Deuben bereits 30 Minuten zeitiger zu sehen gewesen wäre. Beeindruckend für Kreisliganiveau war das Durchsetzungsvermögen der Offensivkräfte - Bergner und Riemschneider - an diesem Tag als auch die Geschlossenheit und der Wille, den der Tabellenerste auf den Platz brachte. Grün Weiß hat noch drei dieser Aufstiegskandidaten vor der Brust und bei geringerer Fehlerquote sollten auch bessere Ergebnisse möglich sein.
 
Grün-Weiß spielte mit: Händler - Linke, Sommerfeld, Czepluch, Müller - Halt, Peter, Riel (58. Fekl), Schnürer - Hüfner, Hallmann (77. Solty). Im Kader: Zippe, Theile, Loeper, Panser.
 
ak