Nachlese zum Spiel gegen den 1. FC Weißenfels II. am 15.03.14

Gutes Spiel reicht nicht für Punktgewinn

Das erste von sieben Auswärtsspielen der Rückrunde begannen die Langendorfer mit drei Änderungen in der Anfangsformation. Für Halt, Hallmann und Händler begannen Zimmermann, Theile und Zippe (Torwart). In der Summe hatte dies neun Positionswechsel zur Folge. Die Gäste hatten die Trainingswoche genutzt, die individuellen Fehler der Deuben-Partie anzusprechen, um entsprechende Situationen für die kommenden Auftritte zu minimieren. Außerdem war klar, dass der Charakter des Spiels ein anderer sein würde als noch in der Vorwoche, denn der Gastgeber erwartete Grün-Weiß vorrangig mit spielerischen Mitteln als mit überwiegend kämpferischer Note. Diese Ausgangssituation versprach ein interessantes Match mit mehr Erfolgsdruck gemäß der Aufstiegsambitionen beim Gastgeber. Schiri Werner hatte die Begegnung freigegeben und nach nur 30 Sekunden hätte er das bereits erneut machen dürfen, denn der erste Ballverlust der Gäste am eigenen Sechzehner brachte Weißenfels die erste dicke Chance. Der Schuss flog am langen Pfosten vorbei und das Spiel begann doch mit 0:0 und nicht mit 0:1 aus GWL-Sicht. Die folgenden Minuten zeigten dann aber, dass die Gäste gewillt waren, nicht ausnahmslos Geschenke zu verteilen, sondern ihrerseits den Gegner zu beschäftigen, um Fehler zu provozieren. Und so gelangen durch frühes Pressing durch Schnürer und Riel auch Ballgewinne weit in der gegnerischen Hälfte, allerdings noch ohne Ertrag. Den verbuchte in der 16. Minute dagegen die Clubzweite. Langendorf konnte in der eigenen Hälfte zentral den Ball nicht behaupten, das Leder wanderte nach rechts und von dort per Flanke in den Strafraum. Die Kopfballabwehr landete wiederum im Zentrum auf dem Fuß von Schäffner, aus 18 Metern schlug es bei Grün-Weiß zum 0:1 ein. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich bis zur Pause ein Spiel auf gutem Kreisliganiveau mit Chancen für weitere Treffer fast im Minutentakt auf beiden Seiten. Für die Gäste hatte Hüfner nach Ballgewinn durch Peter die Ausgleichsmöglichkeit aus kurzer Distanz (17. Minute). 3 Minuten später versuchte es Riel nach weitem Abschlag von Zippe ohne Erfolg. Auf Weißenfelser Seite waren es Dias (21. Minute) und Tillmann (23. Minute), die am 0:2 arbeiteten. Schnürer setzte seinen 20 Meter-Torschuss (25. Minute) zu hoch an, bevor in der 28. Minute erneut Tillmann am langen Pfosten die dickste Möglichkeit per Kopf für den Gastgeber liegen ließ und auch ein Konter nur Sekunden später bei den Grün-Weißen tiefes Durchatmen zur Folge hatte. Einen guten Auftritt hatte dann Weißenfels-Torhüter Weber, als er das 20 Meter-Geschoss von Schnürer nach schnellem Angriff über 4 Stationen - Zimmermann, Linke, Riel, Schnürer - durch eine Flugeinlage entschärfen konnte. Bei der anschließenden Ecke stieg Riel ungehindert zum Kopfball hoch. Es fehlte erneut nicht viel am Ausgleich (38. Minute). Mit Löbnitz' Torschuss vom Strafraumrand, den Zippe zur Ecke abwehrte, endete die erste Halbzeit.
 
Ohne personelle Veränderungen starteten beide Teams in die 2. Hälfte. Zunächst ließen beide Abwehrreihen nichts anbrennen, bis Schäffner eine Freistoßeingabe am langen Pfosten nur knapp verpasste (53. Minute). Mit einem Fehlpass leitete der Gastgeber den Ausgleich dann selber ein. Linke spielte sofort auf Schnürer, der seinen Zweikampf gewann und weiter auf den rechten Flügel zu Riel passte. Dessen Flanke ins Zentrum nahm Hüfner auf und den hoch abspringenden Ball köpfte der Mittelfeldmann über den chancenlosen Weber ins FC-Gehäuse - 1:1 in der 55. Minute. Die Freude war groß, aber eben auch kurz, weil schon 5 Minuten später Felix Rackowitz einen Abschlag von Zippe an der Mittellinie abfing und den zu weit vor dem Tor postierten Schlussmann mit seiner 50 Meter-Bogenlampe überraschte. Erneut also der Rückstand für die Männer um Kapitän Sommerfeld, aber noch Zeit zur Korrektur. Diese wäre fast postwendend geglückt, als erneut über rechts Riel nach Steilpass von Linke Schnürer am Strafraum fand und dessen satter Torschuss das Gehäuse nur um Zentimeter verfehlte (63. Minute). Die folgende Phase hatte einiges zu bieten: Freistoß in der 69. Minute von rechts durch Linke auf den Elfmeterpunkt. Plötzlich stehen 4 Grün-Weiße vor Weber, weil der Abseitspfiff ausbleibt, aber der überraschte Riel köpft den Ball am Kasten vorbei. In der 75. Minute verabschiedet sich Tillmann beim Gastgeber vorzeitig mit Gelb-Rot und ermöglicht den Langendorfern dadurch eine 15-minütige Überzahl, in der zunächst Zippe bei einem Fernschuss eine gute Reaktion zeigt und zur Ecke abwehrt (77. Minute). Diese fliegt in den 16er und an den Arm von Hüfner - Schiri Werner entscheidet auf Elfmeter. Hübner verlädt Zippe und trifft trotzdem nicht - am Tor vorbei. Noch immer ist die Entscheidung nicht gefallen, aber in den letzten Minuten verhindern Ungenauigkeiten im Passspiel die große Schlussoffensive von Grün-Weiß. Die zehn FC-Spieler verteidigen ihren knappen Vorsprung und erhalten sich weiterhin ihre Chance auf den Staffelsieg.
 
Für GWL steht am Ende zwar ein unbefriedigendes Ergebnis, aber die Gewissheit, dass man an diesem guten Kreisligakick einen nicht unerheblichen Anteil hatte und man sich einem Erfolgserlebnis mit dieser Leistung fast zwangsläufig annähert.
 
Grün-Weiß spielte mit: Zippe - Theile (86. Panser), Zimmermann (82. Loeper), Czepluch, Sommerfeld - Linke, Peter, Hüfner, Müller - Riel (73. Solty), Schnürer