Nachlese zum Uichteritz-Spiel am 29.03.

Nichts zu holen für Grün-Weiß in Uichteritz

Im Duell der Tabellennachbarn der Kreisliga - Vierter gegen Fünfter - gab es nach neunzig gespielten Minuten ein deutliches 5:1 für den Gastgeber SC Uichteritz-Markwerben Weißenfels. Trainer Klett nahm gegenüber der Vorwoche erneut 4 Umstellungen vor. So begannen Händler (Tor), Theile, Müller sowie Tillmann (Debüt für GWL) für Riel, Hallmann (beide durch Arbeit verhindert), Peter (Zahn-OP) und Zippe (Bank). Mit Fekl und Solty fehlten zwei weitere offensive Alternativen und Sommerfeld saß angeschlagen auf der Bank. Nach dem ersten Sieg der Rückrunde stand den Langendorfern mit dem bisherigen Rückrundenprimus ein anderes Kaliber gegenüber. Allerdings gaben die gezeigten Leistungen der letzten zwei Spiele Anlass zur Hoffnung, den Platz in Uichteritz nicht ohne Punkte verlassen zu müssen. Es gab jedoch erneut einen Rückfall in puncto krasser individueller Fehler, so dass am Ende erneut fünf Gegentreffer geschluckt wurden.

Beide Mannschaften versuchten in der Anfangsphase dem Gegner keinen Freiraum anzubieten und so neutralisierte man sich in der torungefährlichen Zone durch viele Zweikämpfe, die aber beiderseits fair verliefen. Das Spiel wartete auf seinen ersten Aufreger und dieser kam in der 19. Minute. Linke produzierte auf der rechten Seite einen Freistoß, den der SC kurz ausführte. Die nachfolgende Flanke wurde von der Grün-Weiß-Defensive nur unzureichend geklärt und die anschließende UM-Kopfballdublette konnte Zemsky aus 8 Metern ohne Gegenwehr ins Netz abschließen. Es war die erste defensive Schaltpause und sie wurde mit dem 0:1-Rückstand bestraft. Die Gäste waren allerdings in der Folgezeit gewillt, den Weg nach vorn zu suchen und hatten zwei Möglichkeiten auszugleichen. Schnürer holte sich auf der Grundlinie einen bereits verloren geglaubten Ball gegen zwei SC-Verteidiger zurück und schoss aus spitzem Winkel auf das Bolduan-Gehäuse. Die Nr.1 des Gastgebers klärte mit Fußabwehr zur Ecke. In der 27. Minute dann der beste Angriff in Halbzeit 1. Hüfner holte sich an der Mittellinie per Tackling den Ball von Hendeß zurück und damit lief der Konter. Halt passte sofort auf den rechts gestarteten Linke und dieser zog die Eingabe scharf in die Mitte, wo Hüfners Kopfball die Latte des UM-Tores rasierte. Der Ausgleich war möglich und der Gastgeber hätte sich nicht beschweren können, denn auch in der 33. Minute brannte es nach Schnürers Eckball nochmal im Strafraum des Sportclubs, aber erneut konnte Bolduan per Fußabwehr zur Ecke klären. Danach gab es die zweite Offensivaktion der Hausherren begünstigt durch zwei mangelhafte Klärungsaktionen 20 Metern vor dem Grün-Weiß-Strafraum. Nutznießer war der flinke Hendeß, der zwar am 16er von Zimmermann gestellt wurde, nach einer schnellen Drehung allerdings doch zum Abschluss kam und das Ergebnis auf 2:0 stellte. Echt bitter: 2 Chancen, 2 Gegentreffer. Und kurz vor dem Pausenpfiff von Schiri Nürnberger hätte UM beinahe seine Effektivität noch untermauert, aber diesmal war der Querpass auf Weber zu ungenau und so ging es mit 0:2 in die Kabinen.

Dort herrschte bei Grün-Weiß zwar keine Untergangsstimmung, aber der Stachel der beiden Gegentreffer saß. Dennoch ging es darum, durch ein eigenes Erfolgserlebnis das Spiel wieder spannend zu machen.

Bis zur 59. Minute änderte sich am Spielcharakter wenig, kein Team strahlte Dominanz aus und beide verzeichneten je eine Torchance. Hüfner nach Eckball für den Gast und Schindler fand nach seinem Solo am Torraum keinen SC-Abnehmer. Als das UM-Mittelfeld nach einem Ballgewinn schnell umschaltete, waren es Weber und Hendeß, die sich trotz Langendorfer Überzahl in Ballnähe behaupten konnten und das 3:0 herausspielten. Klar, die Vorentscheidung war gefallen, aber ähnlich dem Deuben-Match schenkten die Gäste noch nicht ab und Halt versenkte Schnürers Freistoßeingabe aus Nahdistanz zum 1:3 (63. Minute). Neue Hoffnung? Nur kurz, denn 180 Sekunden vergingen, Schiri Nürnberger hatte keine Wahl und gab Elfmeter - zurecht! Hendeß versenkte platziert zum 4:1. Die verbleibende Zeit brachte nach kapitalem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung von GWL noch den fünften Treffer für UM (79. Minute). Zwei weitere fette Chancen fanden den Weg nicht in den Händler-Kasten. Es wurde also nichts mit der erfolgreichen Revanche der Hinspielniederlage für Grün-Weiß. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Effektivität (SC UM) das spielerische und kämpferische Gleichgewicht bis zur 60. Minute zur Randnotiz degradiert und für die Minuten nach dem 3:1 nur eine interne Aufarbeitung sinnvoll erscheint. Spannend dürfte sein, wie sich die Mannschaft bis zum Samstag von dieser Erfahrung erholt und wieviel Selbstvertrauen dem Tabellendritten aus Großkorbetha entgegengesetzt werden kann?
 
Grün-Weiß spielte mit: Händler - Theile (62. Kern), Zimmermann (77. Panser), Loeper, Czepluch - Halt, Hüfner, Linke, Müller - Tillmann (51. Hallmann), Schnürer. Bank: Zippe, Sommerfeld.
 
ak