Nachlese zum Großkorbetha-Spiel am 05.04.

Konzentrierte Teamleistung beschert verdienten Sieg

Das letzte Aufeinandertreffen mit einem Aufstiegskandidaten in dieser Saison konnte die Langendorfer Mannschaft nach spannenden 90 Minuten mit 3:1 für sich entscheiden. Alex Hüfner mit seinem 8. Saisontreffer sowie zweimal Max Schnürer, bei einem Gegentreffer von Dennis Knauf, hießen die Torschützen im drittletzten Heimspiel. Mit Christopher Peter, Michael Riel und Sebastian Fekl gab es drei Neue in der Startformation für Philipp Müller (krank), Kevin Tillmann und Sebastian Loeper (beide Bank) im Gegensatz zum 1:5 in Uichteritz. Nachdem man sich vor einer Woche durch eigene Unzulänglichkeiten schon frühzeitig auf die Verliererstraße gebracht hatte, stand als Zielstellung, die Heimpartie möglichst lange offen zu halten, um auch in der Schlussphase noch die Chance zu besitzen, etwas Zählbares verbuchen zu können.
 
Das Spiel begann ohne Abtasten und der TSV hatte bis zur 6. Minute bereits zwei verheißungsvolle Situationen, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt waren. Eine davon war sehr knifflig, aber sowohl Schiri Petschik als auch Gästeakteur Große lösten die Aktion mit Souveränität und Fairness, als Letzterer auf Nachfrage sein Handspiel zugab und Grün-Weiß den Freistoß zugesprochen bekam. Den ersten Eckball (Schnürer) gab es dann vor dem Böhme-Kasten und diesmal nicht nur Gefahr, sondern auch einen Treffer. Hüfner entwischte seinem Gegenspieler und gewann auch das Luftduell mit dem Torhüter und köpfte zur Führung ein. Das war das wichtige Erfolgserlebnis, welches das Selbstvertrauen des Gastgebers stärkte. Der Tabellenzweite übernahm nach dem Rückstand dennoch die Initiative und war deutlich feldüberlegen. Die Grün-Weiß-Defensive wirkte aber sehr konzentriert und gestattete aus dem Spiel heraus kaum Nennenswertes. Aber es gab Standards und diese waren klares Indiz für den Druck der Gäste. Knauf hatte in der 13. Minute erstmals Gelegenheit, einen Freistoß Richtung Händler-Tor abzusenden. Die Nr. 1 konnte den Aufsetzer zur Ecke lenken. Eine Viertelstunde später brachte eine von 9 Ecken, wenn auch etwas kurios in der Entstehung, den verdienten Ausgleich. Beim Kopfball behinderten sich zunächst zwei TSV-Akteure und gingen zu Boden. Vom Elfmeterpunkt konnte das Leder zwar aus dem Strafraum geschossen werden, aber Dumont legte sofort für Knauf auf und dessen 25 Meter-Strich schlug unhaltbar im oberen Eck ein - 1:1. Erst jetzt gelang es Grün-Weiß wieder, das Spiel in die Gegnerhälfte zu verlagern und so gehörten die Minuten vor der Pause dem Gastgeber, der durch Schnürer (29., 37. Minute) zwei torgefährliche Aktionen verzeichnete. Das beste Rezept des Tabellenfünften war aber das geradlinige Konterspiel. So auch in der 41. Minute, als nur sieben Sekunden zwischen dem langen Pass von Schnürer am eigenen Strafraum und dem Torschuss von Riel lagen. Zentimeter fehlten am langen Pfosten und am 2:1. Das hätte auch der TSV mit der letzten Aktion in Durchgang eins noch erzielen können. Nach Steilpass auf Janecke war die Gastgeber-Defensive nicht im Bilde, doch der Querpass fand den Mitspieler nicht.
 
Klar, ein besseres Gefühl war diesmal in der GWL-Kabine und der Wille war in den Gesichtern der Spieler zu erkennen, das Remis zu verteidigen oder Großkorbetha sogar noch mehr Probleme zu bereiten.
 
Fünf Minuten waren gespielt, als das Spiel wieder an Fahrt aufnahm. Großkorbethas Janecke und Sturm spielten Doppelpass. Doch Händler spielte gut mit und konnte den Ball beim Herauslaufen sichern. Sein anschließender Abschlag wurde von Hüfner an der Mittellinie in den Lauf zu Halt verlängert und dessen flache Eingabe klärte Böhme mit Fußabwehr vor dem einschussbereiten Hüfner. Das Match war nun absolut ausgeglichen und Ballgewinne im Mittelfeld ergaben Chancen für die Hausherren. So geschehen, als Schnürer den Ball eroberte und diesen am linken Flügel nach Hüfners und Peters Direktspiel wieder bekam und Halt im Strafraum anspielte. Dessen Versuch den Ball im langen Eck zu versenken, scheiterte knapp an der guten Fußabwehr von Böhme. Ein weiteres Mal war das Forechecking Hüfners erfolgreich und der sofortige Querpass fand erneut Halt. Seinen Schuss vom Strafraum meisterte erneut der Gästetorwart, auch wenn der Schütze beim Torschuss noch gefoult wurde (60. Minute). Nach 69 Minuten war das Wechselkontigent von Grün-Weiß dann bereits aufgebraucht, denn nach Theile musste auch Kapitän Zimmermann angeschlagen vom Platz, zudem war mit Hallmann ein frischer Stürmer gekommen. In der 70. Minute war beim Gastgeber der Torschrei erneut auf den Lippen: Linkes Flankenball klärten die Gäste mangelhaft. Halt zog vom Strafraum ab und diesmal landete der Ball am Innenpfosten. Schnürers Nachschuss zappelte im Netz, allerdings stand er dabei knapp im Abseits. Man spürte, dass auch drei Punkte möglich waren. Räume zum Kontern waren nun mehr und mehr vorhanden. Zwangsläufig wurde so auch die Führung eingeleitet: ein Ballgewinn von Schnürer in der eigenen Hälfte erreicht Hüfner und dieser setzt den schnellen Hallmann mit Steilpass ein. Als dieser den Ball am herausgelaufenen Böhme vorbeilegen will, kommt es zum Zusammenprall. Schiri Petschik zog Gelb und entschied Freistoß - beides korrekt. Diesmal traute sich Schnürer den ruhenden Ball aus 18 Metern zu und sein toller Schlenzer über die Mauer war für den Torwart nicht zu erreichen (84. Minute). Die Freude war groß und nur 120 Sekunden später fiel die Entscheidung. Halt war diesmal Ausgangspunkt, als er Jirsch im Zweikampf den Ball abjagte und damit Hüfner plus Schnürer vs. Janecke die 2 gegen 1-Situation auflegte. Schnürer krönte mit seinem erfolgreichen Torabschluss die gesamte Teamleistung.
 
Nachdem man dreimal gegen aufstiegsambitionierte Mannschaften mit zum Teil hohen Niederlagen den Platz verlassen musste, schaffte es die Truppe beim 4. Anlauf eindrucksvoll, das Erfolgserlebnis zu erzwingen. Ein Mutmacher für den Rest der Saison, um einen Schritt voran zu kommen und Platz 5 zu festigen.
 
Grün-Weiß spielte mit: Händler - Theile (56. Loeper), Zimmermann (K) (69. Panser), Czepluch, Linke - Fekl, Halt, Peter, Schnürer - Riel (61. Hallmann), Hüfner. Bank: Zippe, Tillmann, Kern, (Solty, Sommerfeld).
 
ak