Nachlese zum Schwarz-Gelb-Spiel am 26.04.14

Im direkten Duell um Platz 5 geschlagen

Am 20. Spieltag standen sich mit dem Gastgeber GWL und dem WFV Schwarz-Gelb die zwei Teams gegenüber, die sich seit Monaten ein Fernduell um den 5. Tabellenplatz liefern. Die Grün-Weißen verpassten eine mögliche Vorentscheidung, den Tabellennachbarn mit einem Erfolg auf sechs Punkte zu distanzieren und verloren ihr letztes "echtes" Heimspiel mit 0:1.
Gegenüber dem Borau-Match kehrten Theile, Linke und Hüfner in die Anfangself zurück. Zudem bekam Kern erstmals in der Rückrunde die Chance vom Anpfiff weg. Dafür fehlten die verhinderten Halt und Tillmann. Panser und Riel saßen zunächst auf der Bank.
 
Nachdem der Gastgeber noch alle Hände voll zu tun hatte, um den Platz rechtzeitig spielfähig zu machen (einen Dank an alle Beteiligten!) kam es aufgrund des nicht erschienenen Referees Krämer zu einem halbstündig verspäteten Anpfiff durch den eingesprungenen Schiri Klempert.
 
Wie in der Vorwoche standen die Langendorfer erneut vor der Aufgabe, das Spiel zu machen. Der WFV versuchte durch defensivere Ausrichtung von Gastgeberfehlern im Spiel nach vorn zu profitieren. Grün-Weiß rechnete sich allerdings die größten Chancen durch Ballgewinne bei Angriffspressing aus und verfolgte diese Taktik von der ersten Minute an. Die Gäste bekamen das zeitige Stören auch zu spüren. Dennoch: Mehr als die erzwungenen Ballverluste sprang für GWL zunächst nicht heraus. So waren lediglich Torschüsse von Hüfner und Kern (3., 6. Minute) in den Auftaktminuten zu verzeichnen. Nach einer Viertelstunde bekam der Gastgeber an der Mittellinie einen Freistoß zugesprochen und Hüfner setzte den links gestarteten Czepluch mit gutem Steilpass in Szene, allerdings fehlte dessen Flankenball für den zentral postierten Schnürer die Präzision. Zwei Minuten später gab es dann die erste Konterchance der Schwarz-Gelben. Einem abgewehrten GW-Flankenball schloss sich eine 30 Meter Weiß-Kerze von der Mittellinie Richtung GWL-Sechzehner an und dort versuchte sich Mulic im Dreikampf mit Theile und Zimmermann zu behaupten, was ihm im zweiten Anlauf auch stark gelang. Denn sein 18 Meter-Linksschuss hätte gepasst. Händler aber war mit den Fingerspitzen zur Stelle. 120 Sekunden später verlor Loeper den Ball an der Mittellinie an Guiga, Querpass zu Scholz, Steilpass zu Hofmeister und die dickste Torchance in Halbzeit 1. Der versuchte Heber über Händler geriet jedoch um einiges zu hoch. Der Gastgeber tat sich in den folgenden Minuten weiterhin schwer, Torgelegenheiten zu erspielen. In der 33. Minute lag der Ball im WFV-Tor, aber beim Kopfballduell von Hüfner und Metal reichte ein kleiner Schubser des Schützen zum Freistoßpfiff. Beste und wohl einzig richtige Torchance für die Langendorfer dann sofort im Anschluss. Diesmal hatte Grün-Weiß die Möglichkeit zum Konter. Hüfner, Schnürer und Peter schalteten schnell um und Letztgenannter legte den Ball für Kern auf, der am kurzen Pfosten vorbei zielte. Den folgenden Abstoß erkämpften sich Peter und Schnürer sofort zurück. Den Torabschluss konnte Scholz nur mit einem Foul verhindern, für das es zurecht Gelb gab. Mit Linkes Kopfball nach Schnürers Ecke ging es in die Halbzeit.
 
Keinesfalls unzufrieden mit dem Spiel, aber dennoch wissend, dass ein Gästeführungstreffer gleichzeitig schon die Niederlage bedeuten könnte, galt es für GWL geduldig und konzentriert zu bleiben und notfalls den einen Punkt mitzunehmen.
 
Geduld und Konzentration fehlte dann bereits in der 48. Minute, als man im Spielaufbau mit einem unnötig langen Ball das 0:1 selber einleitete und der Ball im Ping-Pong-Stil bei Rosenthal an der Mittellinie landete, der sofort den Steilpass in die Spitze spielte. Diese hieß in diesem Fall Mulic und setzte sich im Laufduell mit Czepluch durch und behielt beim Abschluss auch noch die Übersicht. Über den herauslaufenden Händler hinweg hob er den Ball sehenswert ins leere Tor zum 0:1. Drei Minuten danach wurde es laut auf dem Sportplatz. Zimmermann sprang der Ball an der Mittellinie zu weit vom Fuß und sein Versuch mit langem Schritt den Ballverlust zu vermeiden, ging daneben. Klares Foulspiel und Gelb hätte folgen müssen. Doch der Schiri reagierte auf die lauten Proteste der Weißenfelser (schlechte Vorteilsauslegung bzw. grobes Foulspiel) und schickte Scholz mit Gelb-Rot vom Platz und änderte die Freistoßrichtung. Der Freistoß brachte dann auch die Chance zum Ausgleich. Peter bediente Linke auf dem rechten Flügel und dieser flankte auf den Kopf von Schnürer, dessen Abschluss allerdings eine sichere Beute von Langrock wurde. Keine Frage, die Gastgeber wollten das Tor, aber zu guten Gelegenheiten führte die Angriffswelle nicht. Einzig ein 16-Meter-Schuss von Zimmermann brachte noch Gefahr (55. Minute). Ansonsten hielt die WFV-Defensive den überhasteten und ungenauen Angriffsaktionen des Gastgebers stand und auch die 3 vorgenommenen Wechsel zugunsten der Offensive ergaben keinen positiven Effekt. Bereits in der Nachspielzeit hätte der WFV noch auf 0:2 erhöhen können, aber es reichte auch so zum Auswärtserfolg.
 
Mit Sicherheit eine nicht schön anzuschauende zweite Halbzeit mit vielen Unterbrechungen und zu vielen Emotionen, die letztendlich beide Mannschaften punktgleich in der Tabelle sieht. Noch bleiben 5 Spiele. Das direkte Duell ging an den WFV, das Fernduell bleibt spannend!
 
GWL: Händler - Theile (66. Panser), Zimmermann (K), Loeper (66. Riel), Czepluch - Peter, Hüfner, Fekl, Linke - Schnürer, Kern (58. Hallmann). Bank: Solty, Sommerfeld, Müller.
 
ak