Engagierte Vorstellung- aber keine Punkte

TSV Tröglitz - SV G-W Langendorf 5-2(1-1)

Das letzte Punktspiel des 2015er Jahres war gleichzeitig der Rückrundenauftakt für beide Mannschaften.Als der TSV vor vier Monaten in Langendorf mit 1-0 die Punkte entführte, war noch nicht absehbar, dass die Tröglitzer zur Saisonhalbzeit den Rest der Staffel 2 derart in den Schatten stellen.

39 von 42 möglichen Punkten waren sicher auch beim Gastgeber nicht nach 14 Spielen eingeplant, auch wenn für GWL-Trainer Klett der erwartete Dreikampf mit Grana und Deuben,um die(nicht unwahrscheinlichen)2 Aufstiegsplätze schon vor dem ersten Anpfiff prophezeit worden war.

Vor dem Samstagduell war man auf Langendorfer Seite dennoch nicht ohne Zuversicht, weil sich die Männer um Kapitän Sommerfeld in den letzten 4 Wochen mit überwiegend ansprechender Leistung durchaus Selbstvertrauen aufgebaut hatten.Zudem standen neben dem Kapitän, mit Solty,Halt und Fekl weitere 3 Spieler zur Verfügung, die im Hinspiel noch passen mussten.

Nach 90 Minuten darf man wohl festhalten, dass dieses Spiel zum besseren Kreisliganiveau gehörte und am Ende die Gäste mal wieder ein Spiel gegen ein Spitzenteam abgeben mussten, obwohl viele Statistiken eine andere Sprache sprechen.Aber die Wertvollste-nämlich die Tore-sprachen für den TSV. Keine Frage, der Sieg geht aufgrund von 3 individuellen Schnitzern, die der Gastgeber bestrafte, in Ordnung, aber er ist zwei Tore zu hoch ausgefallen.Auch wenn die Tröglitzer mit 16 Gegentreffern die Wenigsten der Staffel haben, die Stärken liegen in der Offensive.Denn mit den abschlussstarken Spitzen und Mittelfeldspielern, werden Fehler gnadenlos ausgenutzt. Beleg dafür sind die Treffer zum 3-1(Kohlisch,58.)und das 4-2, dem ein Foul an Dittmann vorausging und das Kohlisch mit Dusel vom Punkt erzielte(89.)

Davor kann man aber aus GWL-Perspektive zusammenfassen: nach wackligen ersten fünf Minuten zog man das Spiel nach einer Viertelstunde an sich und belohnte sich nach einem Eckball zunächst mit der 1-0 Führung durch Halt(23.)Acosta hatte kurz zuvor eine gute Möglichkeit für den TSV liegen gelassen(16.)Die Gästeführung hielt aber nur sieben Minuten,denn die Viererkette+Torwart patzten und so bekam Rammelt seine 2.Chance und sagte:"Dankeschön".Nach der Pause war es ein Freistoß(der keiner war) ,der die Weichen für den Tabellenführer stellte.Aber auch hier half die GWL-Mauer mit und bot die entscheidenden Zentimeter an, die Acosta für seinen Schuß benötigte-2-1(48.)Nach dem bereits erwähnten 3-1 gelang es Grün-Weiß völlig verdient, mit dem 2-3 Anschlusstreffer(Halt,70.Min-nach guter Vorarbeit von Schnürer)die Begegnung bis in die 89.Minute spannend zu machen.Es sprang keine weitere 100%ige Torchance mehr dabei heraus, auch wenn sich alle Spieler am Angriffsspiel beteiligten.Beleg für die dominante Spielweise im 2.Durchgang ist ein deutliches Plus an Ballbesitz, ein Eckenverhältnis von 10-0(nach 90 Min) und das leichte Plus bei Torschüssen 8-7. In den sieben Torschüssen der Gastgeber ist sowohl der 11er als auch der Abseitstreffer von Körner mit dem Schlusspfiff bereits eingerechnet. Aber auch hier geht die Kritik an die eigene Adresse,denn der Ballverlust im Mittelfeld war mehr als unnötig.

Was bleibt für GWL? Das Ergebnis ist bitter, aber erklärbar und wenn es nicht schon so einige Spiele von dieser Art in den vergangenen zweieinhalb Jahren gegeben hätte, müsste man sagen: daraus lernen und besser machen.UND, es ist auch so,auch wenn diese Erfahrungen schmerzen! Man gewinnt diese Spiele nur, wenn man weniger Fehler macht als der Gegner. Am Spielvortrag selber kann man wenig aussetzen-da ist man auf einem guten Weg! Der Blick auf die Zwischenbilanz nach 15 Spielen aus Trainersicht: GWL hat zu diesem Zeitpunkt 5 Punkte zu wenig, hat aber nach einem herben Einbruch(8.-11-Spieltag) eine sehr gute Reaktion gezeigt und sich selbst bewiesen, was notwendig ist, um nach 90 Min mit Punkten den Platz zu verlassen. Die Pause haben sich die Spieler verdient und im neuen Jahr gilt es weiter zu machen und evtl. erneut einen Tick in der Entwicklung nach vorn zu kommen-möglich ist es!

GWL:Zilse-Müller,Sommerfeld,J.Zimmermann,Linke-Halt(72.Hallmann),Schnürer-Solty(87.Weiß),Fekl-Riel,Wahren Resbank:Zippe