Langendorf verpasst Sensation

Gastgeber Zerbst zittert sich zum Sieg

 

Mit einer unglücklichen Niederlage kehrten die Langendorfer Kegler von ihrem ersten Spiel in der 2. Bundesliga nach Hause. Bei der zweiten Mannschaft des SKV Rot-Weiß Zerbst gibt es kaum etwas zu holen, aber die Grün-Weissen wollten trotzdem ein gutes Ergebnis erkegeln. Was dann aber geschah, hatte niemand vorausgesehen. Es entwickelte sich ein echter Kegelkrimi.

 

 

Langendorf startete mit Christoph Schmidt und Christian Speck. Schmidt begann stark und hatte die 900-Marke im Visier, verspielte diese jedoch auf den letzten beiden Bahnen. Speck fand nicht sofort ins Spiel, er steigerte sich aber im zweiten Spielabschnitt. Mit je 875 Holz spielten beide gut, aber da war noch Luft nach oben. Die Gastgeber mit Steffen Heydrich (921, Teambester) und Sven Palmroth (919) setzten sich nach und nach ab, ohne dabei zu überzeugen. Nach dem ersten Durchgang führte Zerbst mit 90 Holz und das Spiel schien seinen gewohnten Gang zu gehen.

Im Mittelpaar setzte Langendorf auf die Jugend und wurde nicht enttäuscht. Marco Klein überzeugte voll und ganz, er wurde mit 928 Holz (335 Abräumer  / 0 Fehlwürfe) Tagesbester. Sebastian Sitter, in seinem ersten Bundesligaspiel für Langendorf, begann verhalten und wurde von Bahn zu Bahn immer besser. Er verpasste die 900-Marke nur knapp. Bei den Einheimischen konnte nur Martin Herold (911) mithalten, sein Mitspieler Frank Krehan hatte mit 814 Holz einen schlechten Tag.

Unruhe machte sich bei den Zerbstern breit, denn Langendorf führte plötzlich mit 8 Holz. Sven Meyer und Uwe Hecht wollten nun die Sensation perfekt machen, der Favorit taumelte. Meyer fand über den Kampf ins Spiel und spulte sein Pensum wie gewohnt ruhig herunter. Hecht mühte sich, aber es gelang ihm wenig, Jens Wittow übernahm. Nach anfänglichen Problemen, machte er seine Sache gut. Die Gastgeber Robert Heydrich (920) und Hannes Bräse (860) hatten ihre Farben mittlerweile mit 40 Holz in Front gebracht und hielten diesen Vorsprung gegen leidenschaftlich kämpfende Langendorfer bis zur letzten Bahn. Sven und Jens gaben zum Schluss noch einmal Alles und der Vorsprung schmolz bedrohlich. Kurz vor Ultimo gelang Heydrich noch eine 9 und sein Mitstreiter hatte nach zahlreichen Fehlern noch einen Anwurf ins volle Bild. Dies reichte dann, um das Spiel mit 10 Holz Vorsprung zu gewinnen.

Mit 5345 Holz zeigte die Reserve des mehrfachen Deutschen Meisters eine schwache Leistung, Langendorf mit erkegelten 5335 Holz stand mit leeren Händen da und war sichtlich enttäuscht.

Langendorf:              Schmidt     (875),       Speck      (875),          Sitter      (895),

                                   Klein          (928),       Meyer      (898),          Hecht / Wittow   (864)